Erst 200 Jahre sind vergangen, seit die ersten Europäer durch den 3500 km langen Gebirgszug der Rocky Mountains auf ihrem Weg in den Westen der USA gebremst wurden. Nur langsam überquerten sie diese mächtige Gebirgskette, auf der Suche nach neuem Lebensraum. Was sie dort erwartete, war ihnen unbekannt. Die Western-Legende Buffalo Bill hätte 1996 den 150. Geburtstag gefeiert, der Slogan ?Wilder Westen" wurde durch seine Feder geboren und dient heute noch weltweit als Metapher für Freiheit und Abenteuer.
Die Suche nach dem Wesen des wilden Westens beginnt dort, wo auch Buffalo Bill ihn einst fand: Im ersten Nationalpark der USA, dem Yellowstone Nationalpark, in dessen Zentrum die faszinierenden Naturphänomene ausbrechender Geysire und kochender Schlammpötte stehen. Viele berühmte Nationalparks liegen auf dem Weg: Der Yosemite- oder der Sequoia-Nationalpark mit ihrer intakten Natur, mit den berühmten Riesenbäumen, den großartigen Bergkulissen, mit ihren bizarren Granitblöcken und romantischen Wasserfällen. Oder – viel weiter im Süden – der gigantische Grand Canyon und sein »kleiner Vetter«, der Bryce Canyon mit seinen bizarren Felsnadeln.
Ein Portrait des amerikanischen Westens wäre jedoch unvollständig, würde man sich auf die phantastische Natur beschränken. Es sind die Menschen mit ihrer typisch amerikanischen Offenheit, die viel vom Reiz dieser Gegend ausmachen. San Francisco – die Stadt der Golden-Gate-Bridge – ist eine Westküstenstadt, die diese Offenheit wiederspiegelt. Nicht umsonst war sie Zentrum der »Flower-Power«-Bewegung der späten 60er. Natürlich, auch in San Francisco ist die Zeit nicht stehen geblieben, aber es wird doch noch viel vom alten Charme frei, wenn Fisherman's Wharf oder Chinatown zum Bummeln einlädt. Außerdem sind die Amerikaner bisweilen ein wenig verrückt. Zu sehen an der Spielerstadt Las Vegas, dieser schillernden Perle inmitten staubiger Wüste, die vor allem nachts mit ihrer Neon-Farbenpracht jede andere Stadt verblassen läßt und schon viele glückliche Gesichter, aber auch viele Verlierer gesehen hat.
Können Sie sich an den Western erinnern, in dem John Wayne kurz vor dem Verdursten zwischen berühmten Felsmonumenten des Monument Valley herumirrt oder wie einen Schauspielerkollegen die mörderische Hitze des Death Valley, des »Tal des Todes« nahezu umbringt? Für die Schönheiten dieser Landschaften hatten sie wohl alle keine Augen. Heiko Beyer und Markus Friedrich dagegen schon! Wie auch für die farbenprächtigen Slot-Canyons, an deren senkrechten Wänden das einfallende Sonnenlicht phantastische Lichtspiele hervorruft.
Bei diesem Vortrag lassen die Referenten ihren Zuschauern viel Zeit zum Schauen, Zuhören und Träumen. Der informative Livekommentar bleibt unaufdringlich und läßt den Bildern den Vorrang. Mit großer Sensibilität bei der Musikauswahl und mit ihrem einfühlsamen Geschick, Atmosphären einzufangen, haben Heiko Beyer und Markus Friedrich eine überzeugende Liebeserklärung an den Westen der USA geschaffen.
USA: Livevortrag, Digitalprojektion Standbild und HD-Video, Länge: ca. 90 min.