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FAQs
Die häufigsten Fragen unserer Zuschauer
Wir werden immer wieder zu fotografischen Themen und landesspezifischen Angelegenheiten befragt. Die häufigsten Fragen und Antworten hierzu haben wir im Folgenden ein wenig zusammengefasst:
Bis 2006 verwendeten wir Konica Minolta AF-Spiegelreflexkameras. Dabei kamen die verschiedensten Modelle, von einer »guten alten« Dynax 7000i über die Dynax 700si, Dynax 9xi bis zur Dynax 9 zum Einsatz. Seit dem bedauerlichen "Ableben" von Konica Minolta im Bereich der Spiegelreflexkameras wechselten wir zur digitalen Fotografie und verwenden heute Kameras der Marke Canon. Zur Zeit gehen eine EOS 5DMkII und eine EOS 7D mit auf Reisen.
Die Konica Minolta "Nachfolgemodelle" der Marke Sony Alpha werden gerade von uns auf Tauglichkeit für unsere Ansprüche getestet. Eine Alpha 100 und eine Alpha 700 waren bereits auf Reisen dabei.
Objektivseitig verwenden wir hauptsächlich Zooms (16-35, 24-105, 70-200, bzw. 70-300), nach Möglichkeit die lichtstarken »Profimodelle« weil man sie gut mit einem 1,4-oder 2-fach Konverter verwenden kann und diese Objektive einfach stabiler gebaut sind als die Consumer-Serie. Das ist bei unserer Art des Reisens (Staub, Wellblechpisten, Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit) besonders wichtig.
Weiteres unerlässliches Zubehör: Stabiles Stativ, Fernauslöser, Pol- und Grauverlaufsfilter, Aufhellreflektoren, »entfesselte« Blitzgeräte.
Für spezielle Einsätze befinden sich auch Makro-Objektive und extreme Brennweiten (Fisheye, 2,8/300, 4,0/600) in unserem Besitz. Diese Objektive besitzen wir größtenteils mit Minolta-Anschluß, so daß sicher Sony Alphas unser System demnächst wieder komplettieren werden.
Die Tonaufnahmen entstanden früher mit einem portablen DAT-Rekorder, heute haben wir meist zusätzlich eine Videokamera mit dabei (die ganz nebenbei hervorragend für Tonaufnahmen von Originaltönen und Geräuschen geeignet ist). Zur Zeit kommt dabei die HD-Kamera Canon XH-A1 zum Einsatz (und immer mehr die Videofunktion der digitalen Canon SLRs).
Das schwächste Glied in der Kette war bisher sicherlich die digitale Projektion. Das heißt, unsere Entscheidung bestand nie darin, digital zu fotografieren (die digitalen SLR's sind unserer Meinung nach schon seit vielen Jahren sehr gut), sondern digital zu projizieren! Erst dann machte für uns auch die digitale Fotografie Sinn.
Der Durchbruch kam unserer Meinung nach mit der serienreifen Einführung der LCoS-Projektionstechnik (bei Sony "SXRD" und bei JVC "D-ILA" genannt). Damit sind fast keine Stege mehr zwischen den Pixeln sichtbar. Das Bild wirkt trotz der noch immer nicht allzu hohen Auflösung homogener, wie ein Foto, nicht wie eine Computergraphik (s. auch unter "Mit welcher Projektionsanlage treten Sie auf?").
Nebenbei sei bemerkt: Die Digitalfotografie macht sehr viel Spaß - so viel, daß das Problem bei der Digitalfotografie eindeutig im Bereich der Archivierung, Sortierung und Datensicherung zu sehen ist!
Datensicherung betreiben wir immer doppelt: Auf der Reise entweder mit einem Laptop (möglicht ein leichtes Subnotebook) + externer Festplatte (2,5 Zoll - dann ist keine externe Stromversorgung nötig) oder ganz einfach mit zwei separaten akkubetriebenen Festplatten, die einen Kartenleser integriert haben (DIP Wiesel). Zu Hause auf Festplatten (Raid 5) und zusätzlich auf DVD (mittlerweile ca. 500 DVD's). Die Bildverwaltung erfolgt mit Expression Media (das frühere iView), Raw-Konvertierung mit Lightroom oder Camera Raw.
Noch ein Wort zur Digitalfotografie selbst: Wir fotografieren ausschließlich RAW (egal ob mit Sony oder Canon), die Konvertierung erfolgt erst zu Hause am kalibrierten Monitor. Die Digitalfotografie hat für uns ausschließlich Vorteile gegenüber der Diafotografie gebracht, das Einzige, worum man sich kümmern muß, ist Staub auf dem Sensor. Den beseitigen wir mit dem Archtic Butterfly von Visible Dust (ja, das Gerät ist lächerlich überteuert - aber es funktioniert einfach!), Flecken und Schmierer mit Sensor Swabs und der empfohlenen Reinigungsflüssigkeit (Eclipse).
Die meisten Aufnahmen entstanden auf Fuji Velvia 50 (es gibt ihn ja zum Glück wieder!). Ab und zu kommen Sensia 100, Provia 100 F und v.a. der sehr gute Provia 400 F zum Einsatz. Letzterer läßt sich problemlos bis auf ISO 1600 pushen. Den Velvia belichten wir grundsätzlich wie ISO 40. Unter den oft extremen Lichtverhältnissen in der Wüste, großer Höhe, bei starker Sonne, etc. sollte man das Belichtungsverhalten seiner Kamera gut kennen, meist kann eine Belichtungskorrektur in Richtung Überbelichtung nicht schaden (+0,5, +2/3, +1 Blende).
Unsere Projektionsanlage besteht z.Zt. aus einem Digitalprojektor Canon Xeed SX7 und einem Xeed SX50 als Bildprojektor plus einem Spot(dia)projektor, der den Referenten beleuchtet. Diese Geräte haben sich auch im harten Tourneebetrieb als absolut robust bewährt. In manchen Vortragssälen (z.B. mit fester Bestuhlung) ergibt sich mit diesen Projektoren allerdings ein Entfernungsproblem zur Leinwand, da diese Projektoren ein fest eingebautes Zoomobjektiv besitzen, das nicht gewechselt werden kann. Deswegen wird ab Frühjahr 2011 ein Panasonic PT-DZ 6700 E mit 2 Wechselobjektiven Einzug in unseren Tourneebetrieb halten. Dieser Projektor bietet darüber hinaus eine nochmals größere Helligkeit und eine Auflösung die sogar leicht über Full HD hinaus geht (1920x1200).
Zum Digitalprojektor: Seit den neuen Beamermodellen der Marken Kindermann, Panasonic, JVC oder Canon bleiben jedoch (fast) keine Wünsche mehr offen. Das Zauberwort heißt LCoS (bei Sony auch "SXRD", bei JVC "D-ILA" genannt). Diese Paneltechnik bietet unserer Meinung nach definitiv das beste Bild. Die Qualität der Digitalprojektion hat sich so weit hinsichtlich der Auflösung und des Kontrastverhaltens an die der Diaprojektion angenähert, daß wir beschlossen haben, nunmehr komplett digital zu arbeiten. Bezüglich Lichtstärke sind die Digitalprojektoren den Dias schon lange überlegen. Auch hinsichtlich der kreativen Gestaltung einer Multivision haben wir nun alle Stilmittel, von denen wir schon immer geträumt haben: Animationen von Standbildern, Integration von HD-Videosequenzen und vieles mehr sind mittlerweile möglich und lassen aus einer Diashow eine noch abwechslungsreichere Multivision werden!
Gesteuert wird das Ganze von einem Rechner, den wir in einem Rack inklusive eines zusätzlichen Bildschirms untergebracht haben, um auch während der Show im Vortragssaal jederzeit Kontrolle über den Ablauf zu haben. Mittlerweile genügen auch die schnellsten Laptops den Ansprüchen, manchmal treten aber mit Laptops nach wie vor Probleme auf, v.a. in Verbindung mit den hohen Datenmengen, die bei HD-Video anfallen.
Als Produktionssoftware setzen wir m.objects ein. Die Wahl dieser Software hatte folgende Gründe: -> Der Transfer der Analogshows, die auf Bässgen Imagix erstellt wurden, ist denkbar einfach. Dadurch ist es schnell und unkompliziert möglich, die Produktionen zu digitalisieren. -> m.objects erwies sich schon als Steuersoftware für die Analogprojektoren als extrem sicher und zuverlässig. Im digitalen Bereich bewies die Software diese absolut wichtigen Eigenschaften aufs neue. -> Durch die durchdachte Texturverwaltung ist die Adaption auf zukünftige neue Digitalprojektoren mit höherer Auflösung durch zwei Computerklicks möglich und Bedarf (außer einer Wartezeit von ca. 10-15 min für die neue Berechnung der Texturen) keinerlei weiterer Anpassung. -> Auch bei einer Mischung aus HD-Video und Standbild arbeitet m.objects unkompliziert und zuverlässig. -> Der Service ist kompetent und ultraschnell, d.h. auch bei unseren oft anfallenden "Sonderanforderungen" bekommen wir sofort eine Lösung angeboten!
Zum einen gibt es die Möglichkeit, gemafreie Musik z.B. vom Highland Musikarchiv zu beziehen. Diese CDs sind etwas teurer als normale Musik-CDs, dafür wird aber das Recht zur öffentlichen Vorführung eingeräumt und die Nicht-Mitgliedschaft in der Gema bestätigt. Für gewerbliche Aufführungen muß man mit ca. 70 EUR pro CD rechnen, für den kleineren Kreis (Fotoclub) sind günstigere Lizenzmodelle erhältlich.
Mittlerweile sind wir allerdings dazu übergegangen, uns die Musik für die Shows komplett nach unseren Vorstellungen komponieren zu lassen, ebenso wie Textpassagen z.B. für historische Sequenzen professionell im Studio eingesprochen werden. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Cinephonix in London und mit dem Sprecherstudio von Rainer Böhm gemacht (s. auch unsere Link-Liste).
P.S.: Das Gleiche gilt für Landkarten: Auch hier sind kommerzielle Produkte verfügbar, die etwas mehr kosten, aber dann für Reproduktionen (Bildbände, Multivisionsshows) verwendet werden dürfen.
Somit sind alle rechtlichen Grauzonen von vorneherein vermiden.
Sicher! Vor allem im Andenraum zeigen die Menschen oft eine Scheu vor der Kamera, sei es religiös oder auch anders bedingt. Solche Fotos wollen wir nicht. Ein Mensch, dem der Fotograf seinen Willen »aufzwingt«, wird kein ungezwungenes, offenes Foto ermöglichen.
Alle Portraits sind dadurch entstanden, daß wir die Portraitierten um Erlaubnis gefragt haben und die Einwilligung, oft erst Stunden oder sogar Tage später, bekamen. Nur wenn zwischen Fotograf und »Model« ein Vertrauens- oder Freundschaftsverhältnis besteht, können einfühlsame und beeindruckende Aufnahmen entstehen.
Sollte ein »Honorar« ausgehandelt werden, versuchen wir stets mit Dingen des täglichen Bedarfs zu helfen (z.B. Stifte, Bücher, Lebensmittel), nicht mit Süßigkeiten oder Geld. Die Fotografierten erhalten von uns mittlerweile sofort oder am nächsten Tag auch selbst ihre Bilder (ausgedruckt mit einem portablen Fotofrucker). Wenn das nicht geht, geben wir oft das Versprechen, Bilder aus Deutschland zu schicken – das wir auch immer einhalten!
P.S.: In tropischen Länder wie z.B. Brasilien scheint die Aufgeschlossenheit gegenüber Kameras mit der Temperatur zu steigen: je höher die Feier hergeht, desto besser die Fotos! Auch Irland und die USA waren in dieser Beziehung (für uns Südamerika-gewöhnte) erstaunlich problemlos.
Überall auf der Welt gilt aber: Einfühlungsvermögen, das Beherrschen der Landessprache und v.a. viel Zeit für die Menschen ermöglichen erst ein Vertrauensverhältnis und damit gute Fotos.
Je individueller die Reise ist, desto wichtiger sind natürlich Sprachkenntnisse. Gerade in ländlichen Gebieten oder dort, wo nicht viele Touristen hinkommen, sind Spanischkenntnisse sehr hilfreich, um sich z.B. Unterkunft, Transport, Führer, etc. zu organisieren. In den Andenstaaten hilft manchmal nicht einmal das weiter: Oft sprechen gerade die Älteren nur Quechua oder Aymara (beides sind ebenfalls offizielle Staatssprachen!). Es findet sich normalerweise aber immer jemand, der auf Spanisch übersetzen kann. Natürlich macht man bei den Menschen, deren Land man besucht natürlich einen ganz anderen Eindruck, wenn man individuell reist und ihre Sprache zumindest ansatzweise spricht, als wenn man in der Gruppe ein Dorf "überfällt" und verständnislose Gesichter mit englischen Wortfetzen bombardiert. Daher ist es fast schon eine Frage des Anstands, zumindest ein paar Brocken Spanisch parat zu haben und dem Land gegenüber offen zu sein.
Englisch ist in Südamerika ab und zu recht hilfreich (v.a. in Touristengebieten), oft fiel es uns jedoch leichter mit unseren begrenzten Spanischkenntnissen zu hantieren als mit den noch begrenzteren Englischkenntnissen der einheimischen Bevölkerung.
Vor unsere ersten Reise besuchten wir an der Universität zwei Spanischkurse, nach den ersten vier Monaten Südamerika noch einen dritten. Seitdem praktizieren wir »Learning by doing« – nach über zehn Jahren Reisen und Fotografie in Südamerika klappt das mittlerweile recht gut.
Nicht vergessen: In ganz Südamerika wird Spanisch gesprochen – nur nicht in Brasilien: Dort ist Portugiesisch angesagt!
In USA ist natürlich Englisch Pflicht. Der Amerikaner erwartet einfach, daß der Besucher seines Landes auch seine Sprache spricht. Dann kann man sich allerdings völlig frei und individuell bewegen und wird überall zurecht kommen. Ein riesiger Vorteil dieses Reiselandes!
Auch in Irland empfehlen sich gute Englishkenntnisse. Evtl. sollte man sich vor der Reise in den doch recht eigenwilligen irischen Dialekt einhören. Dann wird man allerdings mit einer Herzlichkeit und Gastfreundschaft belohnt werden, die in Europa wahrscheinlich ihresgleichen sucht.
Das läßt sich nicht pauschal beantworten. Normalerweise nicht gefährlicher als eine Reise nach New York City (oder vielleicht in die Frankfurter Bahnhofsgegend?). Wie überall auf der Welt konzentrieren sich die Probleme hauptsächlich in den riesigen Megastädten, wo auch viel Armut und Elend herrscht und die materiellen Besitztümer extrem ungleich verteilt sind. Viel hängt vom eigenen Verhalten und einer guten Portion gesundem Menschenverstand ab. Wenn Sie in einer Gruppe mit einem Führer unterwegs sind: Hören Sie auf ihn! Fragen Sie andere Reisende, lesen Sie aktuelle (!) Reiseführer, besuchen Sie die Internetseiten des Auswärtigen Amtes und verfolgen Sie die aktuellen Nachrichten aus Ihrem Reiseland. Die Sicherheitslage kann sich oft innerhalb kurzer Zeit ändern.
Grundsätzlich sollten Sicherheitsbedenken aber niemanden davon abhalten, die Schönheiten Südamerikas zu genießen. Mit ein bißchen Aufmerksamkeit und Vorsicht ist schon viel geholfen und wer sich unsicher fühlt, schließt sich einfach einer Reisegruppe mit erfahrenem Reiseführer an. Das Gleich gilt für alleinreisende Frauen: Die meisten Alleinreisenden (Männer oder Frauen), die wir getroffen haben, haben sich immer mal wieder für eine Zeit mit anderen Reisenden zusammengetan.
Für die USA gilt im Prinzip das Gleiche: Problematisch können gewisse Viertel in Großstädten sein. Dazu fragt man am besten im Hotel, beim Leihwagenbüro oder im Zweifelsfall auch bei einem Polizisten nach, in aller Regel finden sich solche Hinweise aber auch in allen Reiseführern.
Irland empfanden wir in dieser Hinsicht als völlig unproblematisch. Egal ob im Pub, im B&B, im Camper oder in Nordirland - wir hatten nie Probleme!
Hier gilt das Gleiche wie beim Punkt "Gefährlichkeit": Eine Pauschalaussage ist unmöglich. Das hängt extrem von den persönlichen Ansprüchen (und Abstrichen), sowie immer wieder von Währungsschwankungen ab.
Als Faustregel kann gelten, daß die gut entwickelten Staaten wie Argentinien, Brasilien und v.a. Chile auch preislich deutlich höher liegen. Z.T. trifft man auf ein ähnliches Preisniveau wie in Deutschland oder zumindest nicht signifikant darunter. Gute und Luxushotels, -restaurants, etc. werden oft in US-Dollar abgerechnet und haben, dadurch abgekoppelt von Umrechnungskursen, auch von den Preisen internationales Niveau. Peru und v.a. Bolivien liegen dagegen in der Regel auf einen deutlich niedrigeren Preisniveau, allerdings auf Kosten des Komforts und der Infrastruktur. Auch hier gilt unabhängig vom sonstigen Preisniveau des Landes das für Luxusprodukte Gesagte.
Das Preisniveau in den USA ist logischerweise direkt mit dem Dollarkurs verknüpft. Prinzipiell sind die USA mittlerweile nicht mehr unbedingt günstiger als Europa, speziell die Preise für Übernachtungen und Gastronomie haben deutlich angezogen. Auch hier kann man die Kosten durch Camping und Selbstversorgung deutlich reduzieren. In den USA bietet es sich ganz besonders an, in Gruppen von vier bis ca. acht Personen zu reisen, oft kommt zu einem fixen Grundpreis (z.B. auf Campingplätzen oder bei Übernachtungen) nur ein relativ geringer Aufpreis pro weiterem Reisenden hinzu.
Irland hat in den letzten Jahren eine rasante wirtschaftliche Entwicklung hinter sich gebracht. Seit kurzem zahlen die Iren sogar in die EU-Kasse ein - davor mußte das arme Land immer von der EU unterstützt werden. Gut für das Land, gut für die Iren - schlecht für die Preisentwicklung aus Sicht eines Touristen. Irland ist mittlerweile vom Preisniveau spürbar höher als Deutschland, wenn auch bei weitem nicht vergleichbar mit Skandinavien! B&B, Camping und Selbstversorgung sind aber auch hier recht einfache Mittel, um die Kosten nicht zu sehr in die Höhe schnellen zu lassen. Und wer sichs leisten kann, fährt einfach in der Nebensaison, wenn die Fährpreise z.T. nur die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der Hauptsaisonpreise betragen!
Im Zelt haben wir hauptsächlich in Nationalparks, bei Wanderungen, etc. übernachtet. Sonst sehr oft in Familienunterkünften. So bekommst man sehr schön Kontakt zur Bevölkerung. In teuren Touristenorten haben wir schon ab und zu das Zelt im Garten einer Familienunterkunft aufstellen und die Küche mitbenutzen dürfen. Das hielt auch dort die Kosten gering.
In USA empfiehlt sich oft Camping (Zelt oder Wohnmobil). V.a. die Nationalparks sind mit einem perfekten Campingsystem ausgerüstet. Früh ankommen! Die freien Plätze füllen sich schnell! In Städten findet man meist Motels im Überfluß.
In Irland waren B&B-Unterkünfte (Bed & Breakfast) die erste Wahl wenn wir mit dem Mietwagen unterwegs waren. Die Preise liegen zwischen 50 und 70 Euro pro Nacht und Doppelzimmer, das berühmt-berüchtigte Full Irish Breakfast sättigt bis in die späten Nachmittagsstunden. Die Alternative ist das eigene oder gemietete Wohnmobil, v.a. für vier und mehr Personen. Auch eine Woche Hausboot erspart Übernachtungen und zeigt Irland von einer ganz unbekannten Seite.
Südamerika: In großen Städten, Unterkünften ab der gehobenen Mittelklasse und z.B. auch in vielen Supermärkten kann problemlos mit Kreditkarte gezahlt werden. Am meisten sind Mastercard und Visa verbreitet. Hier findet man auch Geldautomaten, bei denen Abhebungen mit Kredit- oder oft auch EC-Karte einwandfrei funktionieren (vor der Reise nach den Gebühren für Auslandseinsatz und Barabhebung fragen und die PIN gut merken! EC ist oft günstigr als Kreditkarte). Je weiter man sich von Groß- und im Speziellen der Hauptstadt entfernt und je mehr man in das lokale Leben eintaucht, desto mehr ist man auf Bargeld (einheimische Währung!) angewiesen. Getauscht wird in Städten gegen US-Dollar, mittlerweile oft auch gegen Euro (auch zu einem gegenüber dem Dollar sehr realistischen Kurs!). Ein guter Kompromiß für längere Reisen sind noch immer Reiseschecks (American Express, Thomas Cook). Da hier beim Umtausch speziell außerhalb der Hauptstädte oft schlechtere Kurse als für Bargeld geboten werden und beim Reisescheck-Kauf in Deutschland Gebühren anfallen, ist evtl. eine Abhebung per Geldautomat auch nicht unbedingt teurer.
In USA ist die Kreditkarte fast noch verbreiteter als Bargeld. Sie ist DAS Zahlungsmittel schlechthin. Eine gewisse Menge an Bar-Dollar empfiehlt sich allerdings immer.
In Irland ist der Euro das Zahlungsmittel der Wahl, Geldautomaten- und Kreditkartenversorgung ist wie zu Hause. Der Pub um die Ecke akzeptiert in aller Regel aber nur Bargeld. Sogar in Nordirland kann normalerweise mit Euro bezahlt werden, je näher an der Grenze zur Republik, desto einfacher. Das Wechselgeld bekommt man meist in Englischen Pfund augezahlt.
Zuerst einmal die Impfungen, die man in Deutschland auch haben sollte: Polio, Diphtherie, Tetanus. Hier hört die Liste für die USA in der Regel auch schon auf.
Für unerlässlich in Gebieten mit mangelhafter/unsicherer Hygiene, also auch in Südamerika, halten wir Hepatitis-Impfungen. Auf jeden Fall Hepatitis A, besser auch B. Die bisher genannten Impfungen sind problemlos und kurzfristig beim Hausarzt durchführbar. Im internationalen Impfpaß eintragen lassen!
Zusätzlich empfiehlt sich (auf jeden Fall beim Besuch tropischer Regionen) eine Gelbfieber-Impfung. Sie kann nur bei zugelassenen Impfstellen erhalten werden. Hinweise zu solchen Einrichtungen und zu Impf-Fragen im allgemeinen erhalten Sie bei Ihrem Gesundheitsamt. Bei den meisten Impfungen sind die Kosten bei gesetzlicher Versicherung selbst zu tragen, da der Impfschutz meist mehrere Jahre bestehen bleibt relativieren sich die Kosten nach mehreren Fernreisen.
Zu Cholera und Typhus werden unterschiedliche Meinungen vertreten, die meisten Experten raten eher von Impfungen ab, da der Impfschutz sowieso nicht allzu hoch ist und die Krankheiten sich bei einem gesunden und gut genährten Mitteleuropäer weit weniger drastisch auswirken, als bei geschwächten Bewohnern eines Elendgebiets, die ihre Lebens- und Hygieneumständen in aller Regel bei Erkrankung nicht verbessern können. Wichtiger sind in diesen Fällen Umsicht bei der Lebensmittelwahl vor Ort (nur fabrikneue, verschlossene Wasserflaschen, nur durch gekochtes oder Gegrilltes essen, Vorsicht bei Salaten und Eiswürfeln, etc.) und eine sofortige medizinische Versorgung im Krankheitsfall.
Eine gute Idee ist sicher eine Auslandskrankenversicherung, die bei einer üblichen Reisedauer von bis zu 6 Wochen pro Reise nicht viel Geld kostet und beim Reisebüro zu erhalten ist.
Interessanter ist schon das Thema Malaria: Hier gehen die Meinungen der Bewohner von Malaria-Gebieten und von Ärzten z.T. weit auseinander. Da wir keine Ärzte sind, können wir hier auch keine verbindlichen medizinischen Ratschläge geben! Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt und dem Gesundheitsamt, besser dem nächstgelegenen Tropeninstitut!
Es wird viel davon abhängen, wie lange Sie sich in einem Malariagebiet aufhalten. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrem Reiseveranstalter! Falls keine Reisen ins tropische Tiefland anstehen, besteht wahrscheinlich gar keine Malariagefahr. Explizit gilt das z.B. für das peruanische oder bolivianische Hochland. Malaria ist auf jeden Fall ernst zu nehmen, der beste Schutz ist langärmelige Kleidung (auch wenn es noch so heiß und schwül sein sollte) und Mückenabwehrmittel, ganz besonders in der Dämmerung. Keine Stiche, keine Malaria! Bei relativ kurzen Aufenthalten in Malariagebieten, ist eine Prophylaxe Pflicht! In Südamerika üblich ist die Prophylaxe mit einer Kombination aus Paludrine (Wirkstoff: Proguanil) und Resochin (Wirkstoff: Chloroquin), als Stand-by-Medikament wird normalerweise Lariam (Wirkstoff: Mefloquin) empfohlen. Leider ist das aber auf der Welt nicht einheitlich, so daß viele Erreger mittlerweile auch Resistenzen gegen alle diese Mittel entwickelt haben.
Und noch einmal die dringende Empfehlung: Gehen Sie rechtzeitig (3 Monate vor Reisebeginn) mit einer detaillierten Reisebeschreibung zu Ihrem Hausarzt, Gesundheitsamt oder Tropeninstitut! Das ist umso wichtiger, umso länger und individueller die Reise geplant ist.
Zur Vorbereitung der Reise in Deutschland und um einen Eindruck vom Land zu bekommen:
Apa-Guides
(z.T. auch Insight-Guides genannt) – auf Deutsch oder Englisch
Reiseführer Anders Reisen
aus dem RoRoRo-/Rohwolt-Verlag – auf Deutsch
DuMont-Reiseführer – auf Deutsch
Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag (für Europa) – auf Deutsch
Marco Polo-Reiseführer
(Mairs Geographischer Verlag) im äußerst kompakten Taschenformat – auf Deutsch
Die Fluglinie LanChile (Frankfurt) hat evtl. noch Exemplare ihrer Chile-Info-Broschüre, die Botschaft von Bolivien (Berlin) hat evtl. noch Exemplare über Bolivien – auf Deutsch
Sonderhefte von Geo und National Geographic – auf Deutsch
Bruckmann-Trekkingführer – auf Deutsch
Trekkingführer von Bradt Publications, England – auf Englisch
Reiseführer mit praktischen Informationen, z.B. für Individualreisende (Unterkünfte, Transportmöglichkeiten, Ausflüge, Preise):
South American Handbook
(Footprint-Verlag, England, jährlich neu, meist der aktuellste Führer) – auf Englisch.
Diese Footprint-Handbooks gibt's auch etwas ausführlicher für die jeweiligen Länder – auf Englisch.
Lonely Planet-Reiseführer für die einzelnen Länder – auf Englisch
Die Führer des Reise KnowHow-Verlags – auf Deutsch
USA: Die Let's Go-Führer aus USA informieren über günstige Unterkünfte z.B. in den Ferien in Studentenappartements, o.ä. – auf Englisch
Irland (generell Europa): Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag – auf Deutsch
Kartenmaterial zu Irland ist überall im deutschen Buchhandel erhältlich
Nur vor Ort erhältlich und v.a. für Autofahrer praktisch (incl. Autokarten!):
Reiseführer von Telefongesellschaften, Tankstellen oder Automarken
Chile: Turistel, Argentinien: YPF, Peru: Mitsubishi – auf Spanisch (z.T. gibt es auch int. Ausgaben, die allerdings oft älteren Datums sind)
USA: Die einzig vernünftige Autokarte kommt von Rand McNally und ist überall in USA in verschieden Formaten und Ausgaben erhältlich. Ohne sollte man gar nicht losfahren (deutlich besser als die Karte, die man beim Leihwagenvermieter automatisch bekommt) – auf Englisch
USA: ADAC-Mitglieder können gegen Vorlage ihres Mitgliedsausweises bei jeder Filiale des amerikanischen Autoclubs AAA Reiseführer zu verschiedenen Bundesstaaten kostenlos (!) erhalten. V.a. empfehlenswert wegen der detaillierten Übernachtungsbeschreibungen – auf Englisch.
Die genannten Reiseführer sollten in gut sortierten Reisebuchhandlungen zumindest exemplarisch vorhanden sein, viele der Bücher (z.B. der englischen Verlage) können auch direkt beim Verlag z.B. per Internet bestellt werden. Immer eine gute Adresse (auch für Kartenmaterial): www.reisefibel.de
Das können wir unmöglich beantworten, wir wissen es selbst nicht. Die Länder Südamerikas sind zu unterschiedlich: Chile und Argentinien mit ihrer fantastischen Natur, Peru, Bolivien und Ecuador mit der beeindruckenden, noch immer lebendigen alten Inkakultur, Brasilien mit seinen wahnsinnig freundlichen und offenen Menschen, die USA mit ihren grandiosen Landschaften und verrückten Errungenschaften, Irland mit seinen gastfreundlichen offenen Menschen und seinen urigen Pubs mit Livemusik – alles ist toll!
Deswegen fahren wir ja immer wieder hin...
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