FAQs

Die häufigsten Fragen meiner Zuschauer

Ich werde immer wieder zu fotografischen Themen und landesspezifischen Angelegenheiten befragt. Die häufigsten Fragen und Antworten hierzu habe ich im Folgenden ein wenig zusammengefasst:

   Mit welcher Kamera-Ausrüstung fotografieren Sie?
Bis 2006 verwendete ich Konica Minolta AF-Spiegelreflexkameras. Dabei kamen die verschiedensten Modelle, von einer »guten alten« Dynax 7000i über die Dynax 700si, Dynax 9xi bis zur Dynax 9 zum Einsatz.

Seit dem bedauerlichen "Ableben" von Konica Minolta im Bereich der Spiegelreflexkameras wechselte ich zur digitalen Fotografie und verwenden heute Kameras der Marke Canon. Die Konica Minolta "Nachfolgemodelle" der Marke Sony Alpha wurden von mir auf mehreren Reisen ausgiebig getestet. Da aber Sony weiterhin im Gegensatz zu den etablierten Kameramarken keinen Profiservice unterhält, mußte ich wohl oder übel mein komplettes Kamerasystem umstellen.

Zur Zeit gehen eine EOS 5DMkII und eine EOS 7D mit auf Reisen. Diese verwende ich jedoch meist ausschließlich für die klassische Fotografie.

Für Videoaufnahmen kommen nach wie vor hochwertige Camcorder zum Einsatz, die sich für mich sowohl von der Qualität der resultierenden Videodateien als auch vom Handling her den filmenden DSLRs als überlegen erweisen.

Objektivseitig verwende ich hauptsächlich Zooms (16-35, 24-105, 70-200, bzw. 70-300), nach Möglichkeit die lichtstarken »Profimodelle« weil man sie gut mit einem 1,4-oder 2-fach Konverter verwenden kann und diese Objektive einfach stabiler gebaut sind als die Consumer-Serie. Dies ist bei meine Art des Reisens (Staub, Wellblechpisten, Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit) besonders wichtig. Für spezielle Einsätze befinden sich auch Makro-Objektive und extreme Brennweiten (Fisheye, 2,8/300, 4,0/600) in meinem Besitz.

Weiteres unerlässliches Zubehör: Stabiles Stativ, Fernauslöser, Pol- und Grauverlaufsfilter, Aufhellreflektoren, »entfesselte« Blitzgeräte.

Die Tonaufnahmen entstanden früher mit einem portablen DAT-Rekorder, heute übernimmt dieser Aufgabe meine Videokamera. Bisher kam hauptsächlich die HD-Kamera Canon XH-A1 zum Einsatz. Diese wird aber Ende dieses Jahres durch ein Modell der Marke Blackmagic oder RED abgelöst.
   Wie sieht die Art Ihrer Fotografie aus?
Seit 2006 fotografiere ich digital. Mit der neuen Generation der digitalen Projektoren (Beamer) machte die digitale Fotografie für mich Sinn, da jetzt die Kette von der Bilderzeugung bis hin zur hochqualitativen Projekton geschlossen ist.

Nebenbei sei bemerkt: Die Digitalfotografie macht sehr viel Spaß - so viel, daß das Problem bei der Digitalfotografie eindeutig im Bereich der Archivierung, Sortierung und Datensicherung zu sehen ist!

Die Datensicherung geschieht bei mir mit möglichst mehrfacher Redundanz:
Auf der Reise in der Regel mit einem Laptop (möglicht ein leichtes Subnotebook) + zweiexterner Festplatte (2,5 Zoll - dann ist keine externe Stromversorgung nötig).

Zu Hause habe ich meine kompletten Daten auf zwei Servern (Raid 0) mit jeweils 8 Terabyte Datenkapazität. Ein weitere Sicherung steht im Büro meines Ex-Kollegen Markus Friedrich, um so den Sicherungsort zu entkoppeln.

Die Bildverwaltung erfolgt mit dem Programm Media Pro, Raw-Konvertierung mit Lightroom oder Camera Raw.

Ich fotograiere ausschließlich RAW, die digitale Entwicklung und Konvertierung erfolgt erst zu Hause am kalibrierten Monitor.

Nach wie vor ein Problem - vor allem in Wüstengegenden ist Staub auf dem Sensor. Den beseitige ich mit dem Archtic Butterfly von Visible Dust (ja, das Gerät ist lächerlich überteuert - aber es funktioniert einfach!), Flecken und Schmierer mit Sensor Swabs und der empfohlenen Reinigungsflüssigkeit (Eclipse).
   Mit welcher Projektionsanlage treten Sie auf und welches Präsentationsprogramm verwenden Sie??
Meine Projektionsanlage besteht z.Zt. aus einem Digitalprojektor Panasonic PT-DZ 6700 E mit 2 Wechselobjektiven, Full-HD-Auflösung und mächtiger 6000 Ansi Lumen an Lichtleistung und als Ersatzgerät ein Canon Xeed SX7 plus einem Spot(dia)projektor, der mich als Referenten beleuchtet. Diese Geräte haben sich auch im harten Tourneebetrieb als absolut robust bewährt.

Hinsichtlich der kreativen Gestaltung einer Multivision habe ich mit der Digitalprojektion alle Stilmittel, von denen ich schon immer geträumt habe: Animationen von Standbildern, Integration von HD-Videosequenzen und vieles mehr sind mittlerweile möglich und lassen aus einer Diashow eine noch abwechslungsreichere Multivision werden!

Gesteuert wird das Ganze von einem Laptop, ein zweiter sowie ein Destop-Rechner sind als Ersatzgeräte mit auf meinen Tournees dabei.

Als Produktionssoftware setzen wir m.objects ein. Die Wahl dieser Software hatte folgende Gründe:

-> m.objects erwies sich schon als Steuersoftware für die Analogprojektoren als extrem sicher und zuverlässig. Im digitalen Bereich bewies die Software diese absolut wichtigen Eigenschaften aufs neue.

-> Durch die durchdachte Texturverwaltung ist die Adaption auf zukünftige neue Digitalprojektoren mit höherer Auflösung durch zwei Computerklicks möglich und Bedarf (außer einer Wartezeit von ca. 10-15 min für die neue Berechnung der Texturen) keinerlei weiterer Anpassung.

-> Auch bei einer Mischung aus HD-Video und Standbild arbeitet m.objects unkompliziert und zuverlässig.

-> Der Service ist kompetent und ultraschnell, d.h. auch bei unseren oft anfallenden "Sonderanforderungen" bekomme ich sofort eine Lösung angeboten!
   Wie machen Sie das mit Gema und Musikrechten?
Die Erhöhung der Gemagebühren für gemapflichtige Musik bedeutet für Gewerbe sowie Kultur einen herben Einschnitt, der die Rentabilität vieler Veranstaltungsformen in Frage stellen und den Tod vieler schöner Events zur Folge haben wird. Leider werden wohl alle Proteste nichts nutzen, da die Gema ohne externe Kontrollinstanzen geschaffen wurde und so beliebig die Preise festsetzen kann.

Für mich bleibt auch keine Wahl - gemapflichtige Musk gehört nun einfach der Vergangenheit an - ich habe mittlerweile auch alle älteren Produktionen auf gemafreie Musik umgestellt.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

-> Zum einen die, gemafreie Musik z.B. vom Highland Musikarchiv zu beziehen. Diese CDs sind etwas teurer als normale Musik-CDs, dafür wird aber das Recht zur öffentlichen Vorführung eingeräumt und die Nicht-Mitgliedschaft in der Gema bestätigt. Für gewerbliche Aufführungen muß man mit ca. 70 EUR pro CD rechnen, für den kleineren Kreis (Fotoclub) sind günstigere Lizenzmodelle erhältlich.

-> Mittlerweile bin ich allerdings dazu übergegangen, mir die Musik für die Shows komplett nach meinen Vorstellungen komponieren zu lassen, ebenso wie Textpassagen z.B. für historische Sequenzen professionell im Studio eingesprochen werden. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Cinephonix in London und mit dem Sprecherstudio von Rainer Böhm gemacht (s. auch unsere Link-Liste).

Damit sind alle rechtlichen Grauzonen von vorneherein vermieden.
   Hatten Sie Probleme, Menschen zu fotografieren?
Sicher! Vor allem im Andenraum zeigen die Menschen oft eine Scheu vor der Kamera, sei es religiös oder auch anders bedingt. Solche Fotos wollen wir nicht. Ein Mensch, dem der Fotograf seinen Willen »aufzwingt«, wird kein ungezwungenes, offenes Foto ermöglichen.

Alle Portraits sind dadurch entstanden, daß ich die Portraitierten um Erlaubnis gefragt habe und deren Einwilligung, oft erst Stunden oder sogar Tage später bekam. Nur wenn zwischen Fotograf und »Model« ein Vertrauens- oder Freundschaftsverhältnis besteht, können einfühlsame und beeindruckende Aufnahmen entstehen.

Sollte ein »Honorar« ausgehandelt werden, versuche ich stets mit Dingen des täglichen Bedarfs zu helfen (z.B. Stifte, Bücher, Lebensmittel), nicht mit Süßigkeiten oder Geld. Die Fotografierten erhalten von mir mittlerweile sofort oder am nächsten Tag auch selbst ihre Bilder (ausgedruckt mit einem portablen Fotofrucker). Wenn das nicht geht, gebe ich oft das Versprechen, Bilder aus Deutschland zu schicken – das ich auch immer einhalte!

P.S.: In tropischen Länder wie z.B. Brasilien scheint die Aufgeschlossenheit gegenüber Kameras mit der Temperatur zu steigen: je höher die Feier hergeht, desto besser die Fotos!
Auch Irland und die USA, Afrika und Asien waren in dieser Beziehung (für mich als südamerika-erprobter Fotograf) erstaunlich problemlos.

Überall auf der Welt gilt aber: Einfühlungsvermögen, das Beherrschen der Landessprache und v.a. viel Zeit für die Menschen ermöglichen erst ein Vertrauensverhältnis und damit gute Fotos.
   Wie sieht es mit Sprachkenntnissen aus?
Je individueller die Reise in Lateinamerika ist, desto wichtiger sind natürlich Sprachkenntnisse. Gerade in ländlichen Gebieten oder dort, wo nicht viele Touristen hinkommen, sind Spanischkenntnisse sehr hilfreich, um sich z.B. Unterkunft, Transport, Führer, etc. zu organisieren.

In den Andenstaaten hilft manchmal nicht einmal das weiter: Oft sprechen gerade die Älteren nur Quechua oder Aymara (beides sind ebenfalls offizielle Staatssprachen!). Es findet sich normalerweise aber immer jemand, der mein Spanisch übersetzen kann.

Vor meiner ersten Reise nach Lateinamerika besuchte ich an der Universität zwei Spanischkurse, nach den ersten vier Monaten Südamerika noch einen dritten. Seitdem praktiziere ich »Learning by doing« – nach über 18 Jahren Reisen und Fotografie in Südamerika ist mein Spanisch mittlerweile ganz ok...

Nicht vergessen: In ganz Südamerika wird Spanisch gesprochen – nur nicht in Brasilien: Dort ist Portugiesisch angesagt!

In den USA ist natürlich Englisch Pflicht. Der Amerikaner erwartet einfach, daß der Besucher seines Landes auch seine Sprache spricht. Dann kann man sich allerdings völlig frei und individuell bewegen und wird überall zurecht kommen. Ein riesiger Vorteil dieses Reiselandes!

Auch in Irland empfehlen sich gute Englishkenntnisse. Evtl. sollte man sich vor der Reise in den doch recht eigenwilligen irischen Dialekt einhören. Dann wird man allerdings mit einer Herzlichkeit und Gastfreundschaft belohnt werden, die in Europa wahrscheinlich ihresgleichen sucht.

Wenn ich für meine neuen Projekte in für mich ungewohnten Ländern (z. B. in Asien oder Afrika) unterwegs bin, dann habe ich in der Regel immer einen Assistenten dabei, der die Landessprachen perfekt beherrscht und so leicht oganisatorische Aufgaben übernehmen und mich den Menschen näher bringen kann.


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