SÜDAMERIKA

Mit dem Rucksack durch Chile und Argentinien

Am Anfang stand ein Traum: Einfach losziehen, viele Monate durch Chile und Argentinien!

Schlafsack, Zelt, diverse Kameras und viele Filme, das waren die Hauptbestandteile, mit denen wir unsere Rucksäcke füllten. Zu Fuß, mit dem Pferd, per Anhalter, in argentinischen Landbussen – der Rucksack war immer dabei. Die unglaubliche Freiheit dieser spontanen Form des Reisens brachte die Nähe zu den Menschen, die einen Großteil der Faszination ausmachten.

In Buenos Aires, dem Paris Südamerikas, trafen wir auf Mario, ein Zeitzeuge Evita Perons und profunder Kenner der Hauptstadt Argentiniens. Er führte uns durch sein Buenos Aires, in alte Tangolokale, in Künstlercafes und an das Grab von Evita Peron, der »Mutter der Nation Argentiniens«.

Nun wartete Patagonien auf uns! Im Naturparadies der Halbinsel Valdez schlugen wir unser Zelt direkt an der Küste auf und konnten aus nächster Nähe Wale, See-Elefanten und Pinguine erleben.

Mit dem Wind als ständigen Begleiter warfen wir den Blick hinaus in die Weiten Patagoniens. Die abgelegene Pionierstraße Ruta 40 führte uns zum Lago San Martin, einem der unzugänglichsten Seen in Argentinien. Drei Tage mit dem Pferd hinaus in die Wildnis – und wir erreichen die Hütte von Hugo Barrientes, dem Außenposten der Estancia Maipú. Don Hugo lebt hier seit 36 Jahren mutterseelenallein in einem kleinen Haus aus Wellblech. Da wird die Welt überschaubar, selbst in Patagonien, wo der Horizont kein Ende hat, und wo morgens die Wolken gemasert sind wie rostiges Eisen. Dies ist die Gegend des Los Glaciares-Nationalparks mit den mystischen Bergen Fitz Roy und Cerro Torre. Mächtig stehen sie da, fast überirdisch leuchten die Spitzen im Sonnenaufgang.

Vorbei an den Eismassen des Perito-Moreno-Gletschers, über Nacht auf einsamen Estancias, wo gerade dutzende von Gauchos mit der jährlichen Schafschur beschäftigt sind.

Kontrastprogramm: Auf ins Nachbarland Chile, ins grüne Patagonien! Nach vielen Wandertouren im Torres-del-Paine-Nationalpark waren wir im Seengebiet, in den tiefen Tälern zwischen aktiven Vulkanen zu Gast bei den Mapuche-Indianern. Wir trafen hier auf Saavedra. Er gewährte uns Einblicke in die uralten Schamanenmythen dieses Volkes, das heute mehr denn je ums Überleben kämpfen muß.

Zum Ende der Tour zogen wir weiter in den äußersten Norden Chiles und erlebten, wie die Landschaft immer trockener und heißer wird. Kaum zu glauben, aber der warme Schlafsack erfreut sich in der chilenischen Atacamawüste immer noch seiner Existenzberechtigung, denn nachts wird es hier bitterkalt: Ob bei den Geysiren von El Tatio auf 4200 Metern Höhe oder beim Zelten neben der Hütte eines Parkwächters mitten im Salar de Atacama, einem lebensfeindlichen Salzsee.

Insgesamt 6 Monate quer durch Argentinien und Chile – eine Reise durch beeindruckende Landschaften, eine Reise immer nah an den Menschen. Eine Reise, spannend, mitreißend und beeindruckend – so wie Südamerika selbst!

 

Südamerika: Livevortrag, Digitalprojektion Standbild, Länge: ca. 100 min.



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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