Chile ist das Land
meines Herzens,
all meine Wurzeln liegen hier.
Wenn ich über Chile schreibe,
dann brauche ich
nicht nachzudenken,
es fließt einfach.
(Isabel Allende)

Multivision Chile

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Chile

Adélie-Pinguin in der Antarktis

Eisformation in der Antarktis

Portrait eines Königspinguins in Südgeorgien

Königspinguin Kolonie in Südgeorgien

Araukarien im Nationalpark Conguillio

Wasserfall Truful Truful im Conguillio Nationalpark

Weißkehlkarakara (Daptrius albogularis) im Araukariengeäst

Araukarien im Nationalpark Conguillio

Araukarien im Nationalpark Conguillio

Vulkan Llaima inmitten der Lavawüste im Conguillio Nationalpark

Die spektakuläre Laguna Captrén im Conguillio Nationalpark

Die perfekte Reflexion der Laguna Verde im Conguillio Nationalpark

Herbststimmung im Conguillio Nationalpark

Die Zwillingsvulkane Pomerape und Parinacota im Lauca Nationalpark, Chile

Baqueanos (chil. Cowboys) auf der Estancia Cerro Guido, Chile

Ein Schückchen Fernet Branca gefällig?

Kap-Horn-Denkmal auf Kap Horn

Schüler in einer Aymaraschule im Andendorf Coronel Alcérreca, Chile

Laguna Roja im Altiplano, Chile

Mapuche bei traditioneller Handarbeit, Chile

Marmorhöhlen in Patagonien

Moais auf der Osterinsel

Moais auf der Osterinsel

Mit einem Fischer unterwegs an der Nordküste

Puestero José Catepillán der Estancia Cerro Guido, Chile

Moais bei Sonnenaufgang auf der Osterinsel

Traditionelle Landwirtschaft bei den Mapuche, Chile

Ainsworth Bucht mit Marinelli Gletscher

Lonquimay-Vulkan aus der Vogelperspektive

Die Monjes de Pakana im chilenischen Altiplano

Der Salar de Pujsa aus der Vogelperspektive

Luftbild von Eisbergen in der Antarktis, Antarktika

Eisformation in der Antarktis, Antarktika

Kampf unter Felsenpinguinen in Südgeorgien

Fotografenhimmel: Die Cuernos del Paine im ersten Morgenlicht

Abendstimmung im chilenischen Altiplano

Abendstimmung im Valle de Arco Iris

Die Torres del Paine glühen!

Cerro Paine Grande im Torres del Paine Nationalpark

Vulkan Licancabor hinter der Oase von Toconao

Die Pideras Rojas im chilenischen Altiplano

Unterwegs im chilenischen Altiplano

Magellandrossel (Turdus falcklandii) in Patagonien

Antarktische Eisberge im Nebel zur Zeit des Sonnenuntergangs

Lonquimay-Vulkan im Naturreservat Malacahuello

Nationalpark Conguillio: Blick auf den Llaima Vulkan

Nationalpark Conguillio: Blick auf den Llaima Vulkan

Die Geysire von El Tatio

Die Geysire von El Tatio

Puma im Torres del Paine Nationalpark

Puma im Torres del Paine Nationalpark

Blick auf die Salzkordillere in der Atacamawüste

Ein Viscacha lässt es sich schmecken!

Oasenflair von San Pedro de Atacama

Von der Atacamawüste in die Antarktis

Chile fühlt sich für mich nicht wie ein Reiseziel an – eher wie ein ziemlich ausufernder Roadtrip, bei dem man ständig denkt: „Okay, jetzt kann eigentlich nichts mehr kommen“… und zack, kommt wieder was komplett anderes. Kaum irgendwo sonst wechseln sich Extreme so schnell ab. Seit fast 30 Jahren reise ich durch Chile – und jedes Mal denke ich: „Jetzt hab ich’s verstanden“… bis das Land mir wieder das Gegenteil beweist.

Ganz oben im Norden geht’s erstmal direkt ans Limit – Lauca-Nationalpark, über 4.500 Meter. Dünne Luft, Puls wie beim Treppensteigen im Altbau ohne Aufzug, aber dafür Farben, die aussehen, als hätte jemand den Kontrastregler überdreht. Vulkane spiegeln sich in Lagunen, Flamingos stolzieren durchs Bild, und ich stehe da und denke: „Atmen nicht vergessen… und vielleicht auch mal auslösen.“

Ein paar hundert Kilometer weiter südlich: San Pedro de Atacama. Staubig, trocken, irgendwie aus der Zeit gefallen. Und genau da treffe ich einen Typen, der als Zorro verkleidet Bürgermeister werden will. Kein Witz. Chile zeigt hier definitiv auch seine… sagen wir mal… kreative Seite. Zwischen Mondlandschaften, Geysiren und einem Sternenhimmel, der so klar ist, dass man fast Angst bekommt, den aus Versehen kaputtzufotografieren, verliert man komplett das Zeitgefühl. Ich zumindest. Passiert mir öfter.

Und dann: raus in den Pazifik. Osterinsel. Ein Ort, bei dem man automatisch leiser wird – selbst ich. Die Moai stehen da wie stumme Wächter, schauen dich an, als wüssten sie Dinge, die du niemals verstehen wirst. Morgens im ersten Licht oder abends im Sonnenuntergang hat dieser Fleck Erde eine Magie, die sich nicht erklären lässt. Ich hab’s versucht. Mehrfach. Keine Chance.

Zurück auf dem Festland ändert sich wieder alles – natürlich. Willkommen im chilenischen Seengebiet: glasklare Seen, schneebedeckte Vulkane und diese uralten Araukarienwälder im Nationalpark Conguillío. Landschaften, die gleichzeitig episch und still sind. Perfekt zum Wandern… und um festzustellen, dass man doch nicht mehr ganz 25 ist. In dieser Region habe ich auch viel Zeit mit den Mapuche verbracht – eine Begegnung, die erdet. Und die einem zeigt, dass Natur hier nicht Kulisse ist, sondern Lebensgrundlage.

Und dann ganz im Süden: Patagonien. Torres del Paine. Rau, wild, unberechenbar – so ein bisschen wie ich vor dem ersten Kaffee. 😇Ich war dort mit einem alten Gaucho unterwegs, auf der Suche nach Pumas. Stundenlang nichts außer Wind, Weite und dieser besonderen Stille, die gleichzeitig beruhigend und leicht unheimlich ist. Und dann plötzlich dieser Moment: Ich schaue hoch – und drei Meter vor mir steht die Katze. Kein Zoom nötig. Kein Platz für große Fotografen-Eitelkeit. Nur Herzschlag irgendwo bei 180 und dieser Blick… direkt in meine Augen. In dem Moment war Fotografieren ehrlich gesagt eher zweitrangig.

Und irgendwann kommt dann immer diese Frage: Wie weit geht das eigentlich noch mit dem Süden?

Die Antwort ist… weiter, als man denkt. Ich bin über Kap Hoorn hinaus, durch die raue See, bis in die Antarktis. Eine Welt aus Eis, Licht und Stille. Und plötzlich merkt man: Es geht gar nicht nur um Geografie. Es geht um dieses Gefühl da draußen – zwischen Abenteuerlust, Forscherdrang und einer ziemlich großen Portion Ehrfurcht.

Und ja… genau deshalb zieht es mich immer wieder dorthin zurück. Obwohl ich eigentlich weiß, dass ich danach wieder wochenlang Fotos sortieren muss.

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